
Ein Leben, das es so nicht geben sollte
„"Es geht mir richtig gut. Und das allein ist schon das größte Wunder.""
Mein Name ist Jürgen Simion hauptberuflich arbeite ich beim Bayerischen Roten Kreuz in Kempten.
Ich bin seit über 30 Jahren ehrenamtlich im Roten Kreuz engagiert, ich war ungefähr 12 Jahre Leiter der Jugendarbeit im Jugendrotkreuz des Kreisverbandes Oberallgäu, später absolvierte ich noch unter anderem die Qualifikation als Rettungssanitäter und bin neben meiner Tätigkeit im Büro so auch noch im Rettungsdienst und Katastrophenschutz aktiv.
Im Frühsommer 2006 erhielt ich eine Diagnose, die alles auf den Kopf stellte und mein Leben veränderte: Osteomyelofibrose. Die Ärzte gaben mir damals eine durchschnittliche Lebenserwartung von weniger als fünf Jahren.
Es vergingen nur wenige Wochen, dann startete mein Kreisverband eine überweltigende Typisierungsaktion an der sich mehrere Tausend Menschen in der Stadt Kempten und dem Landkreis Oberallgäu typisieren liesen.
Für mich ist leider weder bei der Aktion noch bis heute ein passender Spender gefunden worden, darum nennt man es ja auch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Besonders erfreut hat mich aber die Nachricht aus meinem Umfeld, die ergeben hat das min. 3-5 Personen definitiv aufgrund meines Typisierungsaufrufs als Spender angeschrieben und somit anderen Menschen das Leben gerettet haben.
Heute, zwei Jahrzehnte später, stehe ich immer noch hier.
Hoffnung ist keine Illusion - sie ist Kraft.